• FC 64 Kirchberg Tennis

Der FC Kirchberg Tennis im BTV Magazin „Bayern Tennis“ vom November, unter dem Inhalt „beste in baye



Einwohner: 1000 im Ortsteil Kirchberg, ca. 14000 in der Stadt Eggenfelden; Plätze: 3 Freiplätze;Mannschaften: 5. davon 2 Jugend-Teams; Trainer: 10; Mitglieder: Erwachsene: 130, Jugend: 70; Konkurrenzsituation: 6 Vereine im Umkreis von 10 Kilometern; Internet: www.fck-tennis.com; Facebook: fc kirchberg tennis

200 Mitglieder auf drei Plätzen perfekt organisiert!

Der niederbayerische Verein begrüßte im Sommer sein 200. Mitglied. Ziel war es, dies in den nächsten zwei Jahren zu erreichen. Doch durch die Gründung einer Ballschule boomten die Mitgliederzahlen – sowohl bei den Kindern, als auch bei den Eltern!

Durch Zufall zum Erfolgsmodell!

Auf die Ballschule Heidelberg ist der FC Kirchberg durch Zufall gestoßen. Ein vierjähriges Mädchen wollte unbedingt Tennis spielen. Aus diesem Grund haben sich die Trainer auf die Suche nach einem geeigneten Angebot für das Kind gemacht. Hierbei sind sie auf die Ballschule gestoßen. „Wie der Erfolg zeigt war das genau das richtige für unseren Verein“, sagt Erwin Mauerer, Abteilungsleiter und Vereinstrainer.

Im Jahr 2013 entstand die erste kombinierte Trainingsgruppe aus Ballschul- und Tennistraining für Kinder ab vier Jahren. Der Verein kooperiert mit zwei Kindergärten, wobei die Kids an zwei Nachmittagen außerhalb der Kindergartenzeit trainier. Im Training sind meist eine pädagogische Fachkraft aus dem Kindergarten und ein oder mehrere Übungsleiter anwesend. Die Kinder spielen in der Ballschulgruppe und werden einzeln oder in Zweiergruppen zum Tennis geholt. Wenn sie keine Kraft oder keinen Spaß mehr am Tennis haben, gehen sie wieder zurück in die Gruppe, in der sie ganzheitlich gefördert werden. Die Freude am Tennis und die schnellen Erfolge der Kinder sehen natürlich auch die Eltern. Ein Opa besuchte seinen vierjährigen Enkel auf dem Tennisplast und stellte erstaunt fest: „Hey Kleiner, ich dachte du triffst hier nur Freunde, aber du triffst ja sogar den Ball.“

Die Mitgliedergewinnung erfolgt ausschließlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda und einen aktive Pressearbeit. mittlerweile sind 35 Kinder zwischen drei und sieben Jahren im Training aktiv und es werden laufend mehr.

Die Integration der Eltern

Ein positiver Nebeneffekt des Traingsangebots für die Vorschulkinder war, dass die Eltern diese nicht alleine auf der Tennisanlage lassen wollten. Um die Wartezeit zu verkürzen, wurden sie von der Vorstandschaft zum Selberspielen motiviert. Nach diesem ersten Kontakt bietet der Verein jeden Montag zwei Stunden kostenloses Training für Anfänger und Wiedereinsteiger an. Dabei können die Erwachsenen das Tennisspielen drei Mal ausprobieren und sich dann entscheiden, dem Verein beizutreten. Ein Sportgeschäft stellt zu diesem Zweck kostenlos Testschläger zur Verfügung. Was am Anfang langsam angelaufen ist, hat sich mittlerweile zur festen Größe im Verein entwickelt und es trainieren bis zu 18 Personen auf drei Plätzen.

Die Eltern sind gerne bereit, sich im Verein zu integrieren und werden natürlich dazu motiviert, mit Ihren Kindern zu spielen. Für 2015 ist geplant, dass aktive Eltern einen Spielnachmittag für die Kinder organisieren. Weiter wird auf Vorschlag der Eltern eine Tauschbörse für Kindersachen auf der Vereinshomepage Eingerichtet.

Wie organisiert man 200 Mitglieder auf drei Plätzen?

Bei 66 Mitgliedern pro Platz kann es zu erheblichen Engpässen kommen. Viele Vereine klagen darüber, dass die Plätze zu den Abendstunden überbelegt sind. Laut Mauerer ist die wichtigste Grundlage für die optimale Belegung der Plätze ein gutes Vereinsklima und Verständnis für die Belange der unterschiedlichen Zielgruppen. Die Mitglieder sind froh über den Zuwachs, denn so haben sie mehr Spielpartner und es werden mehr Aktivitäten geboten. Durch Aktionen wie die Spielerbörse mischen sich die alten Mitglieder mit den Neuen, so entstehen Freundschaften und Spielgruppen. Aus diesem Grund sind die Mitglieder auch bereit, sich die zur Verfügung stehenden Zeiten „aufzuteilen“. Hausfrauen spielen beispielsweise vormittags, während ihre Kinder im Kindergarten sind. Der Verein achtet darauf, dass Abend höchstens zwei Plätze durch Mannschaftraining belegt sind. Viele Mitglieder nutzen den Spieltreff am Montagabend, so haben sie schon einen Fixtermin pro Woche gesichert. Jeweils zwei Plätze sind über die Vereinshomepage online buchbar, ein Platz kann spontan vor Ort belegt werden. Und sollten wirklich einmal alle Plätze voll sein, finden sich immer Gesprächspartner auf der Anlage, um die Wartezeit zu überbrücken. In den Sommerferien, wenn die Platzsituation etwas entspannter ist, werden Camps für Jugendliche angeboten. Und natürlich finden zahlreiche turniere auf der Anlage statt, bei denen alle Mitglieder zum Zuge kommen.

Geteilte Arbeit macht doppelt Spaß

Natürlich sind der Mitgliederzuwachs, die damit verbundenen zusätzlichen sportlichen und geselligen Aktionen sowie die Organisation der zahlreichen Trainingseinheiten mit einem erhöhten Aufwand verbunden. Doch auch auf diesem Gebiet hat der Verein eine ganz besondere Philosophie: „Wir setzen darauf, die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen“, erklärt Mauerer. „Bei den letzten Neuwahlen haben wir darauf geachtet, Dass nahezu jeder Posten doppelt besetzt wird. Dadurch entsteht für jeden Einzelnen weniger Arbeit. In zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Mitgliedern hat sich ein tolles Team herauskristallisiert, welche di Aufgaben im Verein übernehmen wollten. Das Argument, die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen, hat dabei sehr gut gezogen.“

Und der Erfolg steckt an: Mittlerweile gestalten auch „Nicht-Vorstandsmitglieder“ das Vereinsleben aktiv mit, indem sie Ideen einbringen und diese auch eigenständig umsetzen. Ein Mitglied organisiert beispielsweise einen Drei-Tages-Skifahrt, die 30 Plätze waren innerhalb von zwei Wochen ausgebucht. Auch die Jugendlichen werden in die Vereinsarbeit mit eingebunden, indem die Älteren die Jüngeren bei verschiedenen Aktionen betreuen. Ein pensionierter Lehrer hat die Pressearbeit übernommen und die Homepage sowie den Facebook Auftritt halten zwei Mediendesigner tagesaktuell.

Die ersten Trainer mussten noch überredet werden, eine Ausbildung zum C-Trainer zu beginnen. Ihre Begeisterung führte dazu, dass sich immer mehr freiwillig anmeldeten. Die Ausbildung zahlt entweder der Verein und der Teilnehmer arbeitet die Stunden ab, oder der Interessent bezahlt die Ausbildung selbst und erhält eine Aufwandsentschädigung. So stehen derzeit zehn vereinseigene Übungsleiter zur Verfügung, die sich das Jugendtraining für insgesamt 70 Kinder untereinander aufteilen.

Mauerer, der für den BTV als Regionaler Vereinsberater tätig war, ist sehr stolz auf seine Mannschaft. „Unser Ziel ist es nun, die 200 Mitglieder zu halten und in Sachen Jugendarbeit auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mit zahlreichen Angeboten möchten wir dafür sorgen, dass sich die Mitglieder in unserem Verein wohl fühlen und auch weiterhin das Vereinsleben aktiv mitgestalten.“

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